Freitag, 04. September 2026, 20:00 Uhr

Nacktgeld

Von Thomas Imbach
Schweiz, 2026
D, 90 Min.
Mit Deleila Piasko, Milan Peschel, Jan Bülow, Katharina Schüttler, Claudia Hübschmann

Lilis Sommerferien in den Bergen nehmen eine unerwartete Wendung, als ihre Mutter sie drängt, einen Freund der Familie um Geld zu bitten, damit ihr Vater nicht ins Gefängnis muss. Eingezwängt zwischen zwei Männern – hier das Familienoberhaupt, dort der reiche Familienfreund – riskiert Lili in einer schicksalshaften Nacht, ihre Würde und alle bisherigen Gewissheiten zu verlieren. «Nacktgeld» ist inspiriert von Schnitzlers Novelle «Fräulein Else». Die junge Frau im moralischen Dilemma und ihre Gefühlswelt wird von Deleila Piasko mit einer beeindruckenden Ausdrucksstärke gespielt.

Freitag, 02. Oktober 2026, 20:00 Uhr

Sentimental Value

Von Joachim Trier
Norwegen, 2025
N/d, 133 Min.
Mit Elle Fanning, Renate Reinsve, Stellan Skarsgard

Nach langen Jahren der Abwesenheit taucht der Vater von Agnes und Nora plötzlich wieder auf. Der bekannte Regisseur bietet der Theaterschauspielerin Nora an, in seinem nächsten Film mitzuspielen. Doch sie lehnt trotzig ab. Daraufhin bietet er die Rolle einem jungen Hollywoodstar an und weckt damit schmerzhafte Familienerinnerungen.

Regisseur Joachim Trier lässt uns in ein feinfühlig inszeniertes Familiendrama eintauchen, das in Cannes mit dem Grossen Preis der Jury ausgezeichnet wurde.

Samstag, 31. Oktober 2026, 16:30 Uhr

L'Histoire de Souleymane


Film-Nacht «Vom Kommen, Bleiben und Gehen»

Von Boris Lojkine
Frankreich, 2024
F/d, 93 Min.
Mit Abou Sangaré, Nina Meurisse, Alpha Oumar Sow

Souleymane rast mit seinem Fahrrad durch die überfüllten Strassen von Paris. Der junge Mann aus Guinea arbeitet illegal als Essenskurier und möchte in Frankreich Asyl beantragen. Er hat noch zwei Tage, um sich auf das entscheidende Interview vorzubereiten. Regisseur Boris Lojkine ist mit L’Histoire de Souleymane ein fesselndes Drama über Migration, Sans-Papiers und die Ausbeutungsmechanismen der sogenannten Gig Economy gelungen. Abou Sangaré wurde für seine beeindruckende Darbietung in Cannes als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Samstag, 31. Oktober 2026, 19:00 Uhr

I’m still here


Film-Nacht «Vom Kommen, Bleiben und Gehen»

Von Walter Salles
Brasilien, 2024
P/d, 138 Min.
Mit Fernanda Torres, Selton Mello, Fernanda Montenegro

Der frühere linke Politiker Rubens Paiva lebt mit seiner Familie im pulsierenden Rio de Janeiro der 1970er-Jahre. Die Fänge der Militärdiktatur sind allgegenwärtig. Eines Tages wird Rubens verschleppt und verschwindet spurlos. Seine Ehefrau Eunice versucht, ihn aufzuspüren und herauszufinden, was mit ihm geschehen ist. Regisseur Walter Salles erzählt die wahre Geschichte der Familie Paiva, bei der er als Kind ein und aus ging, auf berührende Weise und mit packenden Bildern. Sein zutiefst humanistischer Film verneigt sich vor all jenen, die gegen das Unrecht gekämpft haben und gewann einen Oscar.

Samstag, 31. Oktober 2026, 21:30 Uhr

A Sisters' Tale


Film-Nacht «Vom Kommen, Bleiben und Gehen»

Von Leila Amini
Schweiz, 2024
Farsi/d, 93 Min.
Dokumentarfilm

Nasreen träumt davon, Sängerin zu werden. Doch im Iran ist es Frauen verboten, öffentlich zu singen. Während sie mit ihrer Rolle als Mutter und Hausfrau in einer arrangierten Ehe ringt, erfüllt sie die Wohnung mit ihrem wunderschönen Gesang. Ihr Mann Mohammed ist sehr traditionsverbunden, zeigt sich wenig begeistert von Nasreens Ambitionen und distanziert sich zunehmend von der Familie. Aber ihre Mutter, ihre Schwestern und ihre beiden Kinder halten zu ihr. Nasreen kommt ihrem Wunschtraum von künstlerischer und individueller Freiheit immer näher…

Freitag, 04. Dezember 2026, 19:00 Uhr

A bout de souffle


Doppelpack Godard

Von Jean-Luc Godard
Frankreich, 1960
F/d, 91 Min
Mit Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg, Daniel Boulanger, Jean-Pierre Melville

Der Kleinkriminelle Michel erschiesst auf der Flucht einen Polizisten und taucht in Paris bei der Amerikanerin Patricia unter. Während er sie drängt, mit ihm nach Rom zu fliehen, verschärft sich die Fahndung nach ihm. Patricia wird von der Polizei unter Druck gesetzt und verrät ihn schliesslich. Das Drehbuch schrieb François Truffaut, basierend auf einem Zeitungsbericht. Der Film brach mit den damals gängigen filmischen Mitteln, gilt als stilprägend für das moderne Kino und die Nouvelle Vague und geniesst unter Cineasten Kult-Status.

Freitag, 04. Dezember 2026, 21:00 Uhr

Nouvelle Vague


Doppelpack Godard

Von Richard Linklater
Frankreich, 2025
F/d, 107 Min.
Mit Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, Jodie Ruth-Forest

Unbeschreiblich cool und mutig: Mit dem Willen, alles neu und anders zu machen, realisierte Jean-Luc Godard 1959 in Paris sein Spielfilmdebüt «À bout de souffle». Er brach mit allen Regeln der etablierten Filmkunst – der Film schrieb Geschichte. Richard Linklaters Hommage ist in Schwarz-Weiss gedreht und bietet fantastische Einblicke in einen Wendepunkt der Kinogeschichte und der Karriere Godards, der zuvor als Filmkritiker tätig war. «Nouvelle Vague» hat zahlreiche internationale Preise gewonnen, ist herausragend gespielt und taucht tief in das Lebensgefühl im Paris der späten 50er-Jahre ein.

Sonntag, 03. Januar 2026, 17:00 Uhr

Die Melodie des Meeres

Von Tomm Moore
Irland, 2014
D, 93 Min.
Animationsfilm

Ben und seine stumme kleine Schwester Saoirse leben mit ihrem Vater in einem Leuchtturm an der irischen Küste. Eines Tages werden die Geschwister von ihrer Grossmutter nach Dublin geholt. Sie reissen aus und begeben sich auf eine abenteuerliche Reise zurück zum Meer. Dabei machen sie eine unglaubliche Entdeckung: Saoirse ist in Wahrheit eine Selkie, ein Robbenmädchen. Mit Hilfe ihrer Magie soll sie die anderen Feen des Landes aus der Gefangenschaft befreien. Der wundervoll gestaltete Animationsfilm gewann den Europäischen Filmpreis 2015 und wurde von den Kritikern gefeiert.