Freitag 4. September 2020, 20.00 Uhr

Herbstprogramm 2020

Die Corona-Pandemie hat unserem Frühjahresprogramm zugesetzt. Fünf der sieben Filme konnten wir Ihnen nicht zeigen, der Kinosaal blieb leer, die Leinwand weiss. Zuversichtlich eröffnen wir anfangs September unser Herbstprogramm – natürlich mit den nötigen Gesundheitsvorkehrungen und vermutlich etwas eingeschränkten kulturellen Begegnungsmöglichkeiten. Das neunte ‹festival sursee› wird vom 28. Oktober bis 1. November, wahrscheinlich in einer Version ‹light›, aber mit besonderen Filmen und Gästen stattfinden. Lassen wir uns überraschen, wir sind jedenfalls bereit. Für die Corona zum Opfer gefallenen Filme, aber auch für die grosse Treue schicken wir allen Mitgliedern mit dem neuen Ausweis fünf Kinogutscheine. Sie können diese auch weiterschenken, auch an Nichtmitglieder. Und wer noch nicht Mitglied ist: Diesen Herbst – mit dem Festival – lohnt sich eine Mitgliedschaft besonders! Ermässigung bei jedem Eintritt, Fr. 7.– statt Fr. 14.–! Auch Lehrlinge, Studenten und Studentinnen, Schülerinnen und Schüler geniessen die ermässigten Preise.  Wir sind überzeugt, dass Sie alle – wie wir – sehnlichst auf die Magie des Kinos, auf die grosse Leinwand warten. Wir freuen uns und heissen Sie herzlich willkommen.

Baghdad in My Shadow

Freitag 4. September 2020, 20.30 Uhr

Baghdad in My Shadow

Von Samir, Schweiz, 2019, Arabisch/df, 109 Minuten
Mit Haytham Abdalrazaq, Zahraa Ghandour, Waseem Abbas, Shervin Alenabi, Maxim Mehmet, Meriam Abbas

Das Londoner Café Abu Nawas ist ein beliebter Treffpunkt für Exil-Irakis. Dort treffen ein gescheiterter Schriftsteller, eine untergetauchte Ehefrau und ein schwuler IT-Schwarzarbeiter auf einen fanatisch religiösen Jüngling, den Neffen des Schriftstellers. Aufgehetzt durch den radikal-islamistischen Prediger einer Hinterhofmoschee, wendet sich dieser gegen seinen Onkel und es kommt zum dramatischen Showdown. Das neueste Werk des Zürcher Regisseurs Samir ist ein fesselndes Drama, subtil-poetisch gefilmt.

Der Film wird als Auftakt zum ‹festival sursee› von Ende Oktober in Anwesenheit des Regisseurs gezeigt.

Hello, I am David

Freitag 2. Oktober 2020, 20.30 Uhr

Hello, I am David

Von Cosima Lange, Deutschland, 2015, Deutsch, 105 Minuten, Dokumentarfilm

Hello, I am David! ist der erste Dokumentarfilm über den ebenso herausragenden wie ungewöhnlichen Künstler und inspirierenden Menschen David Helfgott. Die Regisseurin begleitet ihn auf seiner Konzertreise mit den Stuttgarter Symphonikern durch Europa, lässt uns teilhaben an seinem faszinierenden Universum. Helfgott berührt die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes, spielt was er fühlt, spricht aus, was er denkt. Ein Kaleidoskop seiner Persönlichkeit: Pur und unmittelbar im Spiel und im Sein.

Zusammenarbeit mit traversa, Netzwerk für Menschen mit einer psychischen Erkrankung, zum Jubiläum ‹15 Jahre Wohnhaus Kottenring und Betreute Tagesbeschäftigung in Sursee›

Mittwoch 28. Oktober 2020, 17.30 Uhr

festivalsursee

‹Grenzen überschreiten› – Die andere Kinodimension 

Coronabedingt planen wir ein festival sursee light. Vorgesehen sind vier sorgfältig ausgewählte Filme, interessante Gäste – ein Konzertabend mit Albin Brun und Kristina Brunner sowie der Kurzfilm ‹Hamama & Caluna› von Andreas Muggli zum Thema ‹Grenzen überschreiten›. Das Festival wird zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit dem Kulturwerk 118 organisiert.

Das definitive Programm wird – wenn es die Vorsichtsmassnahmen zu Corona zulassen – anfangs Oktober verschickt. Der aussergewöhnliche und eindrückliche Film ‹For Sama› aus Syrien ist mit einem Videointerview mit der Regisseurin Waad al-Kateab aus London fest programmiert.

Cold War – Der Breitengrad der Liebe

Freitag 4. Dezember 2020, 20.30 Uhr

Cold War – Der Breitengrad der Liebe

Von Pawel Pawlikowski, Polen, 2018, Polnisch/df, 88 Minuten
Mit Tomasz Kot, Joanna Kulig,  Agata Kulesza, Borys Szyc, Cédric Kahn, Jeanne Balibar,  Adam Woronowicz

Eine Liebesgeschichte für die Ewigkeit: Wiktor begegnet Zula beim Vorsingen und engagiert die eigensinnige junge Frau mit der göttlichen Stimme ohne nachzudenken. Die Liebe entflammt grenzenlose Leidenschaft. Nachdem die Künstlergruppe politisch vereinnahmt wurde, nutzt Wiktor anfangs  der 50er-Jahre einen Auftritt in Ostberlin, setzt sich in den Westen ab, entdeckt in Paris den Jazz. Zula führt in Polen ihre eigene Karriere fort. Vergessen können sie sich nicht. Warschau, Paris, Split – das Leben führt die Liebenden immer wieder kurz oder lang zusammen…

Beste Regie, Cannes 2018; zauberhafte Bildkompositionen; hinreissende Musik!

Dancer

Sonntag 3. Januar 2021, 17.00 Uhr

Dancer

Von Steven Cantor, USA, 2016, Englisch/df, 85 Minuten, Dokumentarfilm

Partylöwe, Bad Boy, begnadeter Ballettänzer – Sergei Polunin verwischt Stereotypen durch seine unglaubliche Tanzkunst. Gesegnet mit unfassbarem Talent war er zum internationalen Star geboren. Nach sagenhaftem Aufstieg, kehrt der jüngste Meistertänzer seiner kometenhaften Karriere mit 22 Jahren den Rücken. Die Härte des Ballets und die Last des Ruhms brachten den verletzlichen Mann an den Rand der Selbstzerstörung. Dank seinem Mentor Igor Zelensky beginnt er wieder zu tanzen, kehrt als urbaner Rebell und mit Konventionen brechender Engel auf die Bühne zurück und stellt eine ‹aussterbende Kunstform› auf den Kopf.