The Lunchbox

Donnerstag 6. Februar 2020, 20.30 Uhr

The Lunchbox

Von Ritesh Batra, Indien, 2013, Hindi/df, 104 Minuten, mit Irrfan Khan, Nimrat Kaur

Vor der Kulisse der indischen Grossstadt Mumbai erzählt der bewegende Spielfilm «The Lunchbox» die Geschichte zweier einsamer Seelen, die ein Wink des Schicksals zusammenführt. Manchmal liegt das Glück eben nur einen kleinen Zufall entfernt, und jederzeit hält das Leben eine völlig neue Wendung bereit – wenn man ihm nur seinen Lauf lässt. «The Lunchbox» begeistert am Filmfestival Cannes mit seiner liebevollen Story und herausragenden schauspielerischen Leistungen. Ein im wahrsten Sinne des Wortes bezaubernder Film, der Herz und Sinne berührt und einen mit einem Lächeln aus dem Kino entlässt. 

Frantz

Donnerstag 5. März 2020, 20.30 Uhr

Frantz

Von François Ozon, Frankreich, 2016, Französisch/deutsch, 112 Minuten, mit Pierre Niney, Paula Beer, Cyrielle Clair Marie Gruber, Johann von Bülow, Anton von Lucke

Kurz nach dem Ersten Weltkrieg in einer deutschen Kleinstadt. Jeden Tag geht Anna zum Grab ihres Verlobten Frantz, der in Frankreich gefallen ist. Eines Tages legt Adrien, ein junger Franzose, ebenfalls Blumen auf das Grab. Nicht nur Anna, sondern jeder im Ort fragt sich, wieso Adrien so kurz nach der deutschen Niederlage hier ist, welche Verbindung er mit Frantz hat. François Ozons «Frantz» bezaubert mit meisterhaften Dialogen, einer bravourösen Kameraarbeit und Schauspielern, deren Blicke mehr sagen als tausend Worte. Hauptdarstellerin Paula Beer wurde am Festival Venedig mit dem Marcello Mastroianni Award als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet.

Suffragette

Freitag 3. April 2020, 20.30 Uhr

Suffragette

Von Sarah Gavron, Grossbritannien, 2014, Englisch/deutsch, 107 Minuten, mit Meryl Streep, Helena Bonham Carter, Carey Mulligan, Brendan Gleeson, Ben Whishaw

Kinoweekend „Starke Frauen“

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nimmt die politische Frauenrechtsbewegung in Grossbritannien ihren Anfang. Die Aktivistin Emmeline Pankhurst etabliert sich im Jahr 1903 mit der Gründung der “Woman’s Social and Political Union” als Vorreiterin dieser Bewegung. Doch der Staat reagiert immer brutaler auf die öffentlichen Proteste. Die auf die Strasse gehenden Frauen riskieren bei ihrem Kampf für das Wahlrecht und die allgemeine Gleichstellung der Frau alles. Als die friedlichen Auflehnungen jedoch nichts bewirken, schlagen einige Anhängerinnen radikalere Wege ein. Dabei setzen sie nicht nur ihre Jobs, ihre Familie und ihr Heim, sondern auch ihr eigenes Leben aufs Spiel.

Astrid

Samstag 4. April 2020, 17.00 Uhr

Astrid

Von Pernille Fischer Christensen, Schweden, 2017, Schwedisch/deutsch 123 Minuten, mit Alba August, Trine Dyrholm, Magnus Krepper, Maria Bonnevie, Henrik Rafaelsen

Kinoweekend „Starke Frauen“

Von Pippi Langstrumpf über Ronja Räubertochter bis zum Michel aus Lönneberga: Kein anderer Name ist bis heute so untrennbar mit so vielen faszinierenden Kinderbüchern verbunden wie der von Astrid Lindgren. Ihre Geschichten haben die Kindheit von Millionen Menschen weltweit geprägt. Ihre eigene Kindheit dagegen endete früh, als Astrid im Alter von 18 Jahren unehelich schwanger wurde – im Schweden der 1920er-Jahre ein Skandal. Der Film erzählt einfühlsam davon, wie die junge Astrid den Mut findet, die Anfeindungen ihres Umfeldes zu überwinden und ein freies, selbstbestimmtes Leben als moderne Frau zu führen.

Woman in Gold

Samstag 4. April 2020, 20.30 Uhr

Woman in Gold

Von Simon Curtis, Grossbritannien, 2015 Englisch/deutsch, 109 Minuten, mit Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl, Katie Holmes, Tatiana Maslany

Kinoweekend „Starke Frauen”

Die Jüdin Maria Altmann legt sich trotz ihres fortgeschritte­nen Alters in einem Gerichtsprozess mit der Regierung Österreichs an, um mehrere weltbekannte Kunstschätze in ihren Familienbesitz zurückzuführen. Die Gemälde, unter ihnen auch die berühmte ‹Goldene Adele› von Gustav Klimt, wurden einst von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und später in österreichischen Galerien ausgestellt. Als Nichte der im besagten Bild porträtierten Adele Bloch-Bauer sieht Maria Altmann sich und ihre Familie allerdings als rechtmässige Erben der Kunstwerke an. Ein packendes historisches Drama mit einer brillanten Helen Mirren in der Titelrolle.

Sibel

Freitag 8. Mai 2020, 20.30 Uhr

Sibel

Von Çagla Zencirci, Frankreich, 2018, Türkisch/deutsch, 95 Minuten, mit Damla Sönmez, Emin Gürsoy, Erkan Kolçak Köstendil, Elit Iscan, Meral Çetinkaya

Sibel ist 25 Jahre jung und lebt mit Vater und Schwester in einem abgelegenen Bergdorf am Schwarzen Meer. Sie ist stumm, kann aber dank einer in der Region verbreiteten Pfeifsprache kommunizieren. Sibel treibt sich in den Wäldern herum und sucht einen Wolf, der Fantasien und Ängste der Frauen im Dorf beflügelt. Sie trifft dabei aber auf einen Fremden, um den sie sich kümmert. Der Film zeigt ein kraftvolles Bild einer Figur, die patriarchalische Strukturen und Identitäten in Frage stellt und so zu einem Beispiel für die Würde der anderen Frauen in der Gemeinschaft wird. Preis der Ökumenischen Jury Locarno 2018.

Gateways to New York

Freitag 5. Juni 2020, 20.30 Uhr

Gateways to New York

Von Martin Witz, Schweiz, 2018, Deutsch, 88 Minuten, Dokumentarfilm

Die Geschichte des grossen Schweizer Ingenieurs Othmar H. Ammann, der 1904 auszieht und in Amerika die Kunst des Brückenbaus neu definiert – während Jahrzehnten und auf spektakuläre Weise. Seine Konstruktionen haben die Insel Manhattan mit dem Festland verbunden – und das Gesicht von New York für immer verändert. So stabil seine Hängebrücken konstruiert sind, so abenteuerlich war ihr Bau. Viele der furchtlosen Stahlarbeiter, auch Skywalker genannt, waren aus dem Stamm der Mohawks und auch ihnen ist ein Teil des Films als Hommage gewidmet.

Britt-Marie war hier

Freitag 26. Juni 2020, 20.30 Uhr

Britt-Marie war hier

Von Tuva Novotny, Schweden, 2019, Schwedisch/deutsch 98 Minuten, mit Pernilla August, Peter Haber, Vera Vitali

Als sich Britt-Marie, 63, nach 40 Jahren Ehe von ihrem Mann trennt, muss sie ihr Leben definitiv überdenken und mit alten Gewohnheiten brechen. Britt-Marie strandet im langweiligen Provinznest Borg, wo das Leben für die wenigen Verbliebenen bereits vorüber scheint. Wie auch immer, unterkriegen lässt Britt-Marie sich nicht, die neuen Umstände motivieren sie und bringen neuen Schwung in ihr Dasein. Denn es ist nie zu spät für neue Herausforderungen. Es gibt nur ein Problem: Der einzige Job, den die verschlafene Stadt zu bieten hat, ist Trainerin der Junioren-Fussballmannschaft. Eine warmherzige Komödie über alten Ballast und neue Perspektiven mit der ausgezeichneten Pernilla August in der Titelrolle.