Donnerstag, 1. Februar 2018, 20.30 Uhr
Return to Montauk

Von Volker Schlöndorff, Deutschland, 2017, Englisch/d, 106 Minuten
Mit Stellan Skarsgard, Nina Hoss,
Bronagh Gallagher, Niels Arestrup

Es gibt eine Liebe im Leben, die du nie vergisst. – Der Schriftsteller Max Zorn trifft in New York bei der Premiere seines Romans über das Scheitern einer grossen Liebe eben diese Liebe wieder und die beiden beschliessen, ein Wochenende in Montauk am Ende von Long Island miteinander zu verbringen. Volker Schlöndorffs Liebesgeschichte basiert auf Motiven der Erzählung ‹Montauk› von Max Frisch, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verband. Ein poetischer, emotional starker Spielfilm über Sehnsüchte, das Verrinnen der Zeit und verpasste Chancen.
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Donnerstag, 1. März 2018, 20:30 Uhr
A Good Wife - Dobra Zena

 

Von Mirjana Karanovic, Serbien, 2015
Serbisch/d, 94 Minuten
Mit Mirjana Karanovic, Boris Isakovic, Jasna Duricic, Bojan Navojec

Milena, eine Frau mittleren Alters, ist vor allem eines: Ehefrau und Mutter. In einem nobleren Viertel Belgrads hat sie sich ihr Leben gut eingerichtet. Auf die unerwartete Diagnose Brustkrebs reagiert sie mit einem Grossputz – dabei findet sie ein Video, das ihren Mann stark belastet. Sie kämpft schwer, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, und doch ist es der einzige Weg, vorwärts zu gehen, ein Leben ohne Lügen aufzubauen.
In Zusammenarbeit mit dem Verein HISTORIA VIVA.
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Freitag, 6. April 2018, 20.30 Uhr
La Chambre bleue

 

Von Mathieu Amalric, Frankreich, 2014
Französisch/d, 76 Minuten
Mit Mathieu Amalric, Léa Drucker, Stéphanie Cléau, Laurent Poitrenaux

Ein Zimmer; ein Mann und eine Frau lieben sich heimlich – begehrend und verzehrend – süsse, flüchtige Momente in der Abenddämmerung. Mindestens der Mann hält sie dafür. Später, im Gerichtssaal, fehlen ihm die Worte. Mathieu Amalric hat den Kriminalroman ‹La Chambre bleue› von Georges Simenon für den fesselnden Spielfilm adaptiert, die spannende Handlung der Sechzigerjahre ganz im Heute angesiedelt. Präzise und intensiv geht er der Frage nach: Lassen sich Emotionen in Wort und Bild ausdrücken und können Bilder lügen?
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Freitag, 4. Mai 2018, 20.30 Uhr
Im Nirgendwo

Von Katalin Gödrös, Schweiz, 2016 Schweizerdeutsch, 88 Minuten
Mit Ursina Lardi, Marcus Signer, Carole Schuler, Eugene Boateng, Judith Koch

Vor der Alphütte im Berner Oberland wird eine Leiche gefunden – eines Schwarzafrikaners – seine Identität bleibt ungeklärt. Die schlagfertige Reporterin Charlotte recherchiert, vorerst gegen ihren Willen, doch das Leben des Unbekannten zieht sie immer mehr in Bann. ‹Im Nigendwo›, ein packendes TV-Drama, verwebt zwei ungleiche Schicksale, hervorragend inszeniert von Katalin Gödrös und grossartig gespielt – unter anderen von der Surseer Schauspielerin Judith Koch.

Detailprogramm zum Kino-Weekend ‹Schweizerfilm› folgt mit Einladungskarte
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Samstag, 5. Mai 2018, 18.00 Uhr
La femme et le TGV

Von Timo von Gunten, Schweiz, 2016, Französisch/deutsch, 30 Minuten
Mit Jane Birkin, Gilles Tschudi

Seit 40 Jahren winkt Elise Lafontaine den an ihrem Haus vorbeifahrenden TGV-Zügen. Eines Tages findet sie im Garten einen Brief, einer der Lokführer freut sich jeden Morgen daran. Bei der SBB erfährt sie seinen Namen. Ein romantischer Briefverkehr beginnt, der einsame Alltag gewinnt an Lebensenergie, die Welt scheint wunderbar. Eines Tages, auf ihrem Balkon wartend, kommt kein Zug mehr vorbei. Von der Bahnauskunft erfährt sie, mit dem Fahrplanwechsel ist die Route Bern – Paris dahingefallen. Alles wirkt verloren.
Schweizer Filmpreis: Bester Kurzfilm 2017.
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Samstag, 5. Mai 2018, 18.45 Uhr
Ma vie de Courgette

Von Claude Barras, Schweiz, 2016, Französisch/d, 66 Minuten
Animationsfilm

Courgette, auf Deutsch Zucchini – so der Spitzname eines kleinen, neunjährigen Buben. Nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter wird er mit einem neuen Leben konfrontiert, lernt im Heim andere Kinder mit ähnlichen Erfahrungen kennen. Hinter ihrer rauen Schale steckt oft ein weicher Kern. Es gibt viel zu entdecken: Freunde haben, sich über das Leben unterhalten, Witze reissen – und vielleicht sogar glücklich sein. Schweizer Filmpreis:
Bester Kurzfilm und beste Filmmusik 2017.
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Samstag, 5. Mai 2018, 20.30 Uhr
Köhlernächte

Von Robert Müller, Schweiz, 2017, Schweizerdeutsch, 92 Minuten Dokumentarfilm

In schweren Gummistiefeln besteigt Fränz Röösli seinen vier Meter hohen Kohlenmeiler, sticht Löcher in die Kuppel, weisser Rauch entweicht, umspielt den Köhler nach Launen des Windes und verschwindet im Nachthimmel des Luzerner Entlebuchs. Schwarze Meiler, Feuer, alchemistisch anmutende Verwandlung von Holz zu Kohle – magisch. Der Buttisholzer Regisseur Robert Müller gewährt authentische Einblicke in eine archaische Welt; Arbeit, Familie und Natur sind eng verbunden. Ein facettenreicher, empathischer Film mit grossartigen Bildern des bekannten Kameramanns Pio Corradi.

Vorstellung in Anwesenheit von Regisseur Robert Müller
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Freitag, 1. Juni 2018, 20.30 Uhr
Worlds Apart

 

Von Christoforos Papakaliatis, Griechenland, 2015, Englisch, Griechisch/d, 103 Minuten
Mit J. K. Simmons, Christoforos Papakaliatis, Andrea Osvárt

Sebastian und Maria, Giorgos und Elise, Farris und Daphne: drei Liebespaare, drei Generationen. Sie stehen im Zentrum der Liebesgeschichte über Alter und Zeiten hinweg, mitten im Griechenland von heute, in der aufgewühlten Stadt Athen. Christoforos Papakaliatis, Regisseur und Schauspieler, zeigt vortrefflich und facettenreich einerseits das Drama, das sich im südlichen Europa abspielt und erzählt andererseits mit stupender Leichtigkeit von der ungebrochenen Kraft des antiken Liebesgottes Eros. Ein Liebesflm – packend, bewegend und brennend aktuell.
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Freitag, 29. Juni 2018, 20.30 Uhr
Hell or High Water

 

Von David Mackenzie, USA, 2016, Englisch/d, 102 Minuten
Mit Chris Pine, Ben Foster, Jeff Bridges,
Katy Mixon, Dale Dickey, Marin Ireland

Toby hat eine marode hoch verschuldete Farm geerbt. Um die Familienfarm zu retten, raubt er zusammen mit seinem frisch aus dem Gefängnis entlassenen Bruder Banken aus, die ja ihrerseits nur wieder andere Leute ausrauben – so die Philosophie des Gangsterpaares. Doch nach kurzer Zeit werden sie von einem verbissenen Texas-Ranger ins Visier genommen, der sie zur Strecke bringen will. Ein Räuberdrama im modernen Westernstil – knochentrocken, packend, sozialkritisch, mit einer gehörigen Portion Galgenhumor serviert.
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Kinoweekend mit Gästen
aus der Region





«Am Kino-Weekend vom 4. und 5. Mai fahren wir gleichsam mit dem TGV direkt vom Welschland in die Region. Die junge Animationsfilmerin Irmgard Walthert, eine ehemalige Surseer Kantischü- lerin, arbeitete in
‹Ma vie de Courgette› mit.
‹Im Nirgendwo› spielt die Surseer Schauspielerin Judith Koch – und in ‹Köhlernächte› zaubert der Buttisholzer Filmemacher Robi Müller, diesmal mit dem preisgekrön-ten Kameramann Pio Corradi (Höhenfeuer, Segantini und über hundert andere Titel), archaische und faszinierende Bilder auf die Leinwand im Stadttheater. Wir hoffen, einige von Ihnen als Gäste im Stadttheater begrüssen zu können.» Das schrieb der Kinoclub im Lead zum Frühjahresprogramm. Und sie kommen alle ins Stadttheater. Das Kinoweekend wird so ein Muss für alle Kinoliebhaber! Am Freitagabend wird Judith Koch über ihre Erfahrungen bei den Dreharbeiten zu Katalin Gödrös' Film ‹Im Nirgendwo› erzählen. Am Samstag lädt der Kinoclub bereits um 17.00 Uhr zu einem ‹Making-of›, einem Werkstattgespräch, im Foyer des Stadttheaters ein. Irmgard Walthert aus Dagmersellen, ehemalige Maturandin an der Kanti Sursee, zeigt mit Videobeispielen wie ein Animationsfilm entsteht. Als besondere Attraktion werden unter anderem die Originalfigur des Ahmed – mit einem Satz Augen und Mündern – sowie der Schlafsaal der Knaben aus dem Film ‹Ma vie de Courgette› im Foyer des Stadttheaters zu bewundern sein. Wir holen Originalutensilien aus der Cinémathèque Lausanne für das Kinoweekend nach Sursee. Zum Filmgespräch ‹Köhlernächte›
(20.30 Uhr) wird Regisseur Robi Müller aus Buttisholz mit einem oder gar zwei Köhlern vom Napf nach Sursee kommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kinoclub Sursee im Stadttheater
Theaterstr. 5 , 6210 Sursee
Postadresse: Kinoclub Sursee
Postfach, 6210 Sursee
kinoclub.sursee@gmx.net


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